Melinda Deréky aus Rumänien

Melinda Deréky gehörte der ungarischen Minderheit in Rumänien an. Da sie keine Zukunft in Rumänien unter Nicolae Ceaușescu sah und ihr die Ausreise verweigert wurde, flüchtete sie in einer Nacht im Jahr 1988 nach Ungarn. Gemeinsam mit FreundInnen ging sie die ganze Nacht bis zum Sonnenaufgang im Wasser eines Flusses, um unbemerkt über die ungarische Grenze zu gelangen. Nach einiger Zeit in Ungarn wollte Melinda jedoch weiter und sie nahm ein zweites Mal die Flucht auf sich, um schließlich nach Wien zu gelangen.

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Melinda Deréky aus Rumänien

Melinda Deréky, die in Wien lebt und Bibliothekarin ist, erzählt im Interview von ihrem Leben als Teil der ungarischen Minderheit in Rumänien und ihrer Fluchtgeschichte, die sie nach Wien führte. Sie schildert, neben repressiven Maßnahmen gegen Minderheiten und Eingriffe ins Privatleben durch das von Nicolae Ceaușescu eingeführte Staatssystem, auch jene persönliche Begegnung mit einem, seine Machtposition missbrauchenden Beamten, die schlussendlich dazu führen sollte, dass Melinda in einer Nacht im Jahr 1988 aus Rumänien flüchtete. In Ungarn angekommen, stellte sie jedoch fest, dass sie auch dort trotz ihrer ungarischen Herkunft nicht mit der erhoffeten Offenheit begrüßt wurde.
Melinda ergriff deshalb die Chance nach Österreich zu kommen und schloss sich dem aus der DDR kommenden Zug von Geflüchteten an. Per Anhalter überquerte sie die Grenze und fuhr nach Wien, wo sie sich eine neue Existenz aufbauen konnte. Melinda gibt im Interview Einblick in ganz persönliche Erfahrungen ihrer Fluchtgeschichte und lässt gleichzeitig eine Ebene der reflexiven Distanz entstehen, woduch sie vielfältige Annäherungsmöglichkeiten zu ihrer Geschichte schafft.

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