Mission Statement

Das Audiovisuelle Archiv (AVA) ist die digitale Sammlung, Erfassung und Produktion lebensgeschichtlicher Videointerviews zu den unterschiedlichsten Ereignissen der österreichischen Zeitgeschichte.

Klaudija Sabo | 1. Oktober 2016

Das Audiovisuelle Archiv (AVA) ist die digitale Sammlung, Erfassung und Produktion lebensgeschichtlicher Videointerviews zu den unterschiedlichsten Ereignissen der österreichischen Zeitgeschichte. Auf der Internetplattform www.audiovisuellesarchiv.org werden die Interviews digital archiviert und so einem interessierten Fachpublikum, sowie der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Plattform bietet die Möglichkeit zur Recherche zeitgeschichtlicher Ereignisse oder zur Verwendung im pädagogischen Bereich. Eine in diesem Bereich einzigartige Suchfunktion, die es ermöglicht nach Schlagworten innerhalb der Interviews zu suchen, bietet eine schnelle und unkomplizierte Nutzung, um den Rechercheaufwand so gering wie möglich zu halten.

AVA setzt einerseits selbst inhaltliche Schwerpunkte, versteht sich aber auch als Partner für maßgeschneiderte Projektlösungen, in welchen der thematische Fokus und die Konzepte für Umsetzung und Präsentation gemeinsam mit den ProjektpartnerInnen entwickelt werden. So können Initiativen, Institutionen oder Unternehmen ihre Projekte in verschiedenen Themenbereichen entwickeln und nach der Umsetzung von den Möglichkeiten des Audiovisuellen Archivs in der Realisierung und Verbreitung ihrer Inhalte profitieren.

An der Schnittstelle von historischer Forschung, technologischer Innovation und aktueller gesellschaftspolitischer Fragestellungen versteht sich AVA als ein transdisziplinäres Bildungsprojekt. Unser Team vereint ExpertInnen aus den verschiedensten sozialwissenschaftlichen Feldern mit jenen aus Vermittlungs- und Bildungsarbeit, aktueller Filmproduktion und der IT- und Kreativwirtschaft. Die Verbindung von technischen Fertigkeiten und wissenschaftlicher Aktualität kann die vielfältigen Erlebnisse und Erfahrungen von ZeitzeugInnen generationsübergreifend zu einem lebendigen Beitrag und aktuellen Anstoß für notwendige Diskussionen und brisante Debatten von Heute werden lassen.

Dabei wird der längst notwendige Schritt hin zu einer Öffnung und Erweiterung des Begriffs der „ZeitzeugInnen“ vollzogen. Somit begegnet das Audiovisuelle Archiv nicht nur der Herausforderung unserer Generation, die vielfältigen und wertvollen Erfahrungen früherer Generationen als „Erinnerungen mit Zukunft“ in die Welt der neuen Medien einwirken zu lassen, sondern öffnet auch den Raum für neue, bisher wenig verarbeitete Themenfelder und eines Verständnisses von Geschichte, das auch in aktuelle Debatten einzugreifen bereit ist.