Erich Krautstorfer

Erich Krautstorfer wuchs in Graz auf und studierte nach der Matura im Jahr 1948 Deutsch und Englisch auf Lehramt. Ende 1951 bewarb er sich für ein Fulbright-Stipendium und verbracht das Studienjahr 1952/53 am Montclair Teachers College in New Jersey. Nach der Rückkehr lehrte er in der Erwachsenenbildung am HIB Liebenau und später an seiner alten Schule, dem Oeversee-Gymnasium in Graz. Während seiner Laufbahn unterreichte er mehr als 1000 junge Menschen mit dem Leitgedanken, jene Weltoffenheit, die er durch Fulbright erlebt hatte, weiterzuvermitteln. Zu seinem Faible – der Namensgebung von Orten und Plätzen in den USA – veröffentlichte er mehrere wissenschaftliche Untersuchungen, in denen er ihren englischen, indigenen, spanischen und manchmal auch deutschen Wurzeln auf den Grund ging.

Erich Krautstorfer

Erich Krautstorfer schildert, wie ihn seine Liebe zur englischsprachigen Literatur erst zur Studienwahl und dann zur Fulbright-Bewerbung motivierte – wie besondere Lehrer den Literatur-Unterricht in Montclair zu einem besonderen Erlebnis machten und wie man sich von 50$ Taschengeld eine Rundreise durch die Vereinigten Staaten zusammensparen konnte. Sein Fulbright-Aufenthalt führte zu zahlreichen schicksalhaften Begegnungen mit Leuten, die zum einen Teil Europa kaum kannten und zum anderen ganz andere Perspektiven hatten, wie jener ehemalige Pilot einer US-Fliegerstaffel, der an Bombenangriffen auf Krautstorfers Heimatstadt Graz beteiligt war. In dessen Heim beim Dinner wurde Frieden geschlossen und über technische Details des Flugzeugbaus diskutiert. Sein durch Fulbright gewonnenes Weltbild des inspirierenden und friedlichen Miteinanders gab er als Lehrer an Generationen von österreichischen Schülern weiter.

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