Arno Heller

Arno Heller studierte an der Universität Innsbruck Anglistik und Germanistik. 1964 erwarb er den Magister (Mag. phil) für das Lehramt in Englisch und Deutsch und promovierte 1965 (Dr. phil.). Danach arbeitete er kurzzeitig als Gymnasiallehrer in Innsbruck und als Assistant Professor (1966/67) an der Kent State University in Ohio (USA) bevor er wieder in Innsbruck Universitätsassistent wurde. 1976 habilitierte er und wurde 1979 außerordentlicher Universitätsprofessor. Nicht zu unterschätzen ist sein Beitrag zur Etablierung der American Studies als eigenständiger Studienrichtung in Österreich. Nach Gastprofessuren u.a. an der University of Notre Dame (1984) und in Regensburg (1985) ging er 1992 Jahr nach Graz, wo er als ordentlicher Professor, Leiter des Instituts für Amerikanistik, sowie von 1999 bis 2001 als Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, bis zu seinem Ruhestand 2002 Literatur- und Kulturwissenschaft lehrte.

Arno Heller

Es war die Literatur-Vorlesung eines Fulbright-Gastprofessors über Hermann Melvilles Moby Dick, die Arno Heller die Augen öffnete: statt der Reproduktion von Fakten war eigenes Denken und Argumentieren gefragt. Der demokratische und egalitäre Ansatz der amerikanischen Gesellschaft hatte ihn schon vorher fasziniert und wurde auch zu einem Leitprinzip seiner eigenen akademischen Tätigkeit. Groß war der Widerstand gegen die Anerkennung der Amerikanistik als eigenständiger Wissenschaftsdisziplin in Österreich. Im Interview schildert Arno Heller, wie diese doch gelang und ihr Mindset als ein Spiegel des Zeitgeists der 70er und 80er Jahre gesehen werden kann und welchen Wandlungen das Amerikabild in Österreich in den letzten Jahrzehnten unterworfen war.

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